„Schulen machen Druck“: Schülerinnen und Schüler lernen künftig Erste Hilfe im Unterricht

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„Schulen machen Druck“: Schülerinnen und Schüler lernen künftig Erste Hilfe im Unterricht

Der plötzliche Herzkreislaufstillstand ist die dritthäufigste Todesursache in Industrienationen. Etwa 100.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an einem plötzlichen Herztod. Bei einem Herzkreislaufstillstand kommt es bereits nach vier bis fünf Minuten zu nicht mehr behebbaren Schäden der Gehirnzellen. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes vergehen aber in den meisten Fällen zirka acht Minuten. Dieses kritische Zeitfenster kann nur durch die Maßnahmen von Ersthelfern überbrückt werden. Oftmals scheitert Hilfe jedoch daran, dass Menschen sich nicht sicher fühlen, was zu tun ist.

Der 395. Schulausschuss der Kultusministerkonferenz hat daher 2014 empfohlen, das Thema „Wiederbelebung“ zum Unterrichtsgegenstand zu machen. Der Umfang soll zwei Unterrichtsstunden jährlich ab Klassenstufe sieben bis neun betragen. Bildungsminister Ulrich Commerçon wird den offiziellen Startschuss für die Initiative „Schulen machen Druck – Leben retten!“ geben am

 

Montag, 11. Dezember 2017, 14 Uhr

in den Sälen des Ministeriums für Bildung und Kultur,

Trierer Straße 33 in 66111 Saarbrücken.

 

Gemeinsame Initiative mit den Rettungskräften

Im Saarland hat das Ministerium für Bildung und Kultur mit den Rettungsdiensten die Initiative „Schulen machen Druck – Leben retten!“ umgesetzt und ein Curriculum sowie eine Umsetzungsstrategie erarbeitet. Die Rettungsdienste(Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, Malteser Hilfsdienst, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft und Johanniter Unfallhilfe) bilden die Lehrkräfte aus, welche im Unterricht dann die Wiederbelebung praktisch umsetzen.

Bei der Auftaktveranstaltung werden die Rettungsdienste die ersten Lehrerinnen und Lehrer von mehr als mehr als zehn Schulen (Gemeinschaftsschulen und Gymnasien) entsprechend ausbilden. Im Anschluss an die Veranstaltung kann jeder Vertreter/jede Vertreterin vier Reanimationspuppen für den Unterricht mitnehmen.

In den folgenden Veranstaltungen übernimmt jeweils ein Rettungsdienst die Ausbildung der Lehrkräfte. Die Fortbildungen finden in Abstimmung mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien statt.

 

 

 

Foto: Symbolbild Fotolia

 

 

CvD: Sven Herzog Saarbrücken Trier